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Monster Jobwechsler Studie 2014

Monster Jobwechsler Studie 2014

Am 8. Jänner 2014 wurde bereits zum 4. Mal die  Monster.at-Jobwechslerstudie präsentiert. Das Schwerpunktthema dieser Studie beschäftigt sich mit folgendem Thema: "Burnout: Modeerscheinung oder Krankheit". DDr. Paul Eiselsberg, Senior Research Director IMAS International, Mag. Barbara Riedl-Wiesinger, Geschäftsführerin der Monster Worldwide Austria GmbH und Prim. Dr. Kurosch Yazdi von der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg, Linz stellten die wichtigsten Erkenntnisse vor.



Rund die Hälfte der unselbstständigen Erwerbstätigen stimmt der Aussage zu, dass “Burnout eine ernstzunehmende Krankheit durch Überlastung im Beruf ist, für die aber auch private Ursachen verantwortlich sind” (48%), so eine der Kernaussagen der Monster Jobwechsler Studie. Für ein Drittel ist dies “eine schwerwiegende Krankheit, die sich durch steigenden Druck und Geschwindigkeit am Arbeitsplatz in Zukunft häufen wird” (33%). Nur 12% finden, dass “Burnout eine Modeerscheinung ist und von den betroffenen Arbeitnehmern oft vorgeschoben wird”.

Für Mehrheit hat Druck am Arbeitsplatz zugenommen

Zwei Fünftel der unselbstständig Erwerbstätigen vertreten “voll und ganz” die Ansicht, “dass die Belastungen am Arbeitsplatz in den letzten Jahren stark zugenommen haben” (41%). Weitere 46% stimmen dieser Aussage bis zu einem gewissen Grad zu (“einigermaßen”). Es gibt also nur wenige unselbstständige Arbeitnehmer, die nicht den Eindruck haben, dass der Druck am Arbeitsplatz gestiegen ist (9%).

Frauen sind merklich häufiger als Männer vorbehaltlos der Meinung, dass die Belastungen am Arbeitsplatz stark gestiegen sind. Interessanterweise sind auch einfache Angestellte / Beamte ganz besonders häufig vorbehaltlos davon überzeugt, vergleichsweise selten aber einfache Arbeiter. Im Westen Österreichs sieht man die Situation offenbar etwas gelassener.

Was assoziieren die Österreicher mit Burnout?

Mit dem Begriff “Burnout” assoziieren die Befragten primär zwei psychophysische Prozesse: “Überlastung bzw. Überforderung allgemein” (28%) und “Stress allgemein” (25%). Relativ häufig verbinden sie damit auch “zu hohes Arbeitspensum” (14%), “Energie- und Antriebslosigkeit” (13%), einen “ausgebrannten Zustand” (13%) oder sogar “totale Erschöpfung, Zusammenbruch” (12%) und “Depressionen” (11%). Jeweils 9% verknüpfen mit Burnout “Leistungs- und Termindruck” oder “Müdigkeit”. Eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die seltener angesprochen werden, folgt. Einige nennen das Syndrom auch kurzerhand eine “Modeerscheinung”.

Welche Präventionsmaßnahmen setzen die ÖsterreicherInnen gegen Burnout?

Unter verschiedenen Aspekten, die dazu dienen können, einer Burnout-Erkrankung vorzubeugen, werden von den unselbstständig Erwerbstätigen zwei deutlich am häufigsten als “besonders wichtig” erachtet: “viel Schlaf” (70%) sowie eine “gute Abgrenzungsfähigkeit zum eigenen Job” (69%). Bereits an dritter Stelle steht für die Befragten ein weiterer “privater” Punkt, der vor einer möglichen Erkrankung schützt: “ein intaktes, harmonisches Familienleben” (58%). Natürlich wird “wenig Stress im Büro, also ein gut zu bewältigendes Arbeitspensum” von den Erwerbstätigen ebenfalls an vorderer Stelle als “besonders wichtige” Präventivmaßnahme zur Vermeidung des Syndroms angesehen (55%). In gleichem Maße wird aber zugleich die persönliche “Fähigkeit sich selbst gut entspannen zu können” angesprochen (55%). Auch noch etwas mehr als die Hälfte der Befragten verweist auf die hohe Bedeutung “geringen Termindrucks” (53%) und auf die Wichtigkeit der “Anerkennung der Arbeitsleistung” (51%). Annähernd so viele sprechen sich für “viel Bewegung und Sport” aus (49%) und für eine “sinnvolle Freizeitgestaltung mit genügend Erholungsphasen” (48%).

Nicht uninteressant dürfte die Tatsache sein, dass Frauen den “privaten” Aspekten zur Vermeidung von Burnout teilweise deutlich mehr Gewicht beimessen als Männer. Natürlich gibt es auch berufs- und bildungsspezifische Eigenheiten, die sich in demografischen Unterschieden niederschlagen. Bei einfachen Jobs (in Abhängigkeit von einfacher Bildung) ist die Abgrenzung davon sicherlich weniger ein Thema, auch etwa Stress oder richtige Arbeitseinteilung. (Artikelfoto: Reichl und Partner PR GmbH/APA-Fotoservice/Schedl)

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